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128 RESÚMENES EN ALEMÁN. ZUSAMMENFASSUNGEN
chert. Die Einleitung hat die Funktion, die Anmerkungen zum Text und die
Namenslisten am Schluss des Textes zu ergänzen.
Schlüsselwörter: Geschichtsforscher Hans Delius – Bell Ville in Córdoba, Argen-
tinien – Estancia La Constancia – Lokalhistoriker
Eduard Devrient (1868-1955), Übersetzung Monica Bader. 70 Jahre. Erinnerun-
gen aus meinem Leben (ca. 1939). Die Memoiren Devrients beschreiben zunächst
seine Herkunft aus einer Hugenottenfamilie in Süddeutschland und den frühen
Tod seiner Eltern. Dieser führte dazu, daß Devrient seinen Traum, Maler zu wer-
den, nicht verwirklichen konnte und stattdessen mit 21 Jahren nach Argentinien
auswanderte. Er hatte gute Beziehungen innerhalb der deutschen Gemeinschaft,
zog es aber vor, davon Abstand zu nehmen und als Landwirt mit seinem Freund
Salis bei Máximo Fernández auf der Estancia Matilda zu arbeiten, die jener
damals in der Nähe von Bragado modernisierte. Die harte Arbeit zu Anfang und
später die Stellung als Rechnungsführer für Fernández brachten ihn zu dem
Entschluss, sich selbstständig zu machen. Eine Reise nach Deutschland, um
sich dafür Geld zu leihen, hatte nicht den erwünschten Erfolg. Als er zurückkam,
übernahm er deshalb zunächst als Halbpächter eine kleine Estancia von Máximo
Fernández. Wenige Jahre später kaufte er zusammen mit Carlos A. Diehl die
Estancia La Constancia im Südosten der Provinz Córdoba, die er einige Jahre
danach in seinen alleinigen Besitz nahm. In Córdoba verspekulierte sich Devrient
mit einer genossenschaftlichen Privatbank, Landkäufen und Bankkrediten, bis
er zuletzt Mitte der 30er Jahre La Constancia verkaufen musste. Er schreibt über
diesen Prozess und seine wachsende Familie. Er hatte eine Argentinierin gehei-
ratet, erzog allerdings seine drei Söhne und fünf Töchter in deutscher Tradition.
Er machte mehrere Reisen nach Europa und fand dort zurück zu seiner Jugend-
liebe, der Malkunst. Nachdem er La Constancia verlassen hatte und seine
Schwiegersöhne den restlichen Landbesitz bewirtschafteten, konnte er sich
wieder dem geliebten Malen widmen. Das Buch endet mit seinem siebzigsten
Geburtstag, der im Hotel Edén in La Falda, Córdoba, gefeiert wurde, und mit der
Festrede seines Freundes Arno Eichhorn. Die Nähe der Eichhorns zu Hitler
kommt dabei nicht in den Blick.
Schlüsselwörter: Familiengeschichte – Emigration – Landleben in Argentinien
1890-1935 – Bankprobleme – Europareisen – Malerei

