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136 RESÚMENES EN ALEMÁN. DEUTSCHE ZUSAMMENFASSUNGEN
A. M. de Mena widmet ihre Arbeit dem Leben von Charlotte Thumann, geb.
Fröhlich (1917-2009), einer bekannten Fotografin, die den größten Teil ihres
Lebens in San Martín de los Andes, Provinz Neuquén, gelebt hat. Sie stammte
aus Köln. Ein Eheversprechen führte sie in die argentinische Provinz Misiones.
In Misiones heiratete sie, jedoch nicht den versprochenen Bräutigam, sondern
dessen Bruder. Einige Jahre lebte das junge Ehepaar in Paraguay, zog dann um
nach Eldorado in Misiones und schliesslich weiter nach San Martín de los Andes
im Süden Argentiniens. Hier begannen sie als Fotografen zu arbeiten, nachdem
sie vorher das Fotografieren als Hobby gelernt hatten. Nach einigen Jahren zog
der Mann nach Junín de los Andes, etwas weiter östlich, und Charlotte behielt
das Fotogeschäft und betrieb es zusammen mit ihren Kindern. Sie hat ein inte-
ressantes fotografisches Werk der Gegend um San Martín de los Andes und
seiner Einwohner hinterlassen, das in vielen Publikationen verstreut erhalten
geblieben ist.
María Cecilia Gallero widmet ihren Beitrag ihrer früheren Sprachenlehrerin,
Rotraud Wieland, geb. Connert. Sie wurde in Siebenbürgen geboren, wo seit
dem Mittelalter Deutsche angesiedelt waren, und lebte nach dem Zweiten Welt-
krieg in Württemberg. Zu Anfang des Krieges hatte sie ihren Ehemann Kurt
Wieland kennengelernt. Er gehörte zu einer seit Ende des 19. Jhs. in Palästina
ansässigen Gruppe von Deutschen, den Templern aus Württemberg. Die Ehe
wurde während des Krieges geschlossen, der erste Sohn kam vor Kriegsende
zur Welt. Kurt Wieland überlebte die Jahre an der Front, und als sie nach dem
Krieg in Deutschland Fuss zu fassen versuchten, lud ein Verwandter die junge
Familie nach Argentinien ein. Der Plan auszuwandern musste mehrfach aus
Gesundheitsgründen aufgeschoben werden, aber 1952 kam die Familie nach
Misiones. Dort lernten sie zunächst das harte Siedlerleben in Laharrague kennen.
Einige Jahre später zogen sie weiter nach Puerto Esperanza, wo Frau Wieland
noch jetzt lebt. Bemerkenswert an dieser Geschichte ist der migrationsge-
schichtliche Background der Familie.
Abstracts in English
The oldest section of this Cuaderno is the autobiographic narrative by Alwina
Kammerath, née Philippi (1841-1937), edited by Regula Rohland. Philippi
belonged to the liberal German educated bourgeoisie. This background contri-
buted to her decision to emigrate from the reactionary German state which
emerged after the failed revolution of 1848, and look for new horizons overseas.
She arrived in Argentina with her husband Ludwig Kammerath at the end of 1865.
They prospered in Rosario as booksellers during the war against Paraguay, but
afterward Kammerath could not find work appropriate for somebody with his
education and professional experience. He died in Ecuador while looking for a
suitable occupation there. His widow gained her living by teaching private lessons
in piano and singing, and was able to give her five young children a good edu-

