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                Moritz und Theodor Alemann, Ansichten zweier
               schweizer Auswanderer zu Siedlungsprojekten in
                                    Argentinien


           Zusammenfassung

           In zahlreichen eigenen Büchern und in eigenen Texten und denen von
           anderen Autoren in ihren Periodika haben die Brüder Moritz und Theodor
           Alemann das Thema der Kolonisation bearbeitet. Dabei war ihr Ziel, dem
           argentinischen Umfeld eine eigene demokratische und liberale Tendenz
           aufzudrücken und nicht etwa, wie schon in der Forschung diskutiert, den
           deutschen Imperialismus zu stärken. Diese Tendenz steht im Zusammenhang
           mit  der  Schweizer  Eigenentwicklung  und  der  Schweizer  Auffassung  von
           Demokratie und ihrer Werte: die Erziehung, das Gemeinschaftsleben, die
           Strukturen der Öffentlichkeit, die die Schweizer gegenüber den Deutschen
           kennzeichnet. Diese Auffassung vom Schweizer Wesen ist in den zwei ersten
           Generationen der Alemanns in Argentinien überall spürbar, sie gehört aber
           auch zu dem Ausgangsprojekt der argentinischen Kolonisationspolitik unter
           dem Schlagwort Alberdis “Regieren heisst bevölkern”, deren Einladung
           Johann Alemann und seine Familie in den 1870er Jahren nach Argentinien
           geführt hatte.

              Schlüsselwörter: Schweizer Demokratie und Liberalismus - deutscher
           Imperialismus
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